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Was hat meine Krankheit mit
Dr. Jekyll & Mr. Hyde zu tun?


Was wir von Multiplen Persönlichkeiten
lernen können

Unter dem Begriff „Multiple Persönlichkeitsstörung“ (MPS) oder auch „Dissoziative Identitätsstörung“ (DIS) verstehen wir ein Phänomen, bei dem zwei oder mehr voneinander verschiedene Identitäten oder (Teil-)Persönlichkeiten in ein und dem selben Menschen existieren und abwechselnd die Kontrolle über das Verhalten dieses Menschen übernehmen. Zu den wohl bekanntesten Beispielen hierfür zählt der ständige Wechsel zwischen Dr. Jekyll und Mr.Hyde im gleichnamigen Roman bzw. seiner Verfilmung. 

Wenn wir uns hier einmal die Auffälligkeiten dieser Erkrankung anschauen, lässt sich sehr schnell feststellen, dass die Beobachtungen, die bei MPS-Patienten gemacht werden für JEDEN Menschen, also auch für „Nicht-Multiple“ von enormer Wichtigkeit sein können: 

Bei multiplen Persönlichkeiten beobachten wir (und zwar abhängig davon, welcher Persönlichkeitsanteil gerade die „Kontrolle“ hat) z.B. 
- unterschiedliche Charaktere, 
- unterschiedliche Geschmäcker (so bei der Kleidung oder der Musikauswahl), 
- verschiedene Begabungen und Talente, 
- unterschiedliche Handschriften und 
- unterschiedliche Sprechweisen, u.a. 
also jeweils völlig eigenständige Verhaltensmuster. 
Sehr oft wissen diese Teil-Persönlichkeiten nichts voneinander, sind sich fremd, und verfügen auch jeweils über ein eigenes Gedächtnis.


Darüber hinaus werden aber auch manchmal differierende EEGs und interessanterweise differierende Krankheitssymptome beschrieben!

So kann zum Beispiel eine Innenperson an Diabetes mellitus leiden, die übrigen Innenpersonen oder die Gastgeberpersönlichkeit können stattdessen gesund sein. Das heißt, in dem Zeitraum in dem die
„Teil-Persönlichkeit A“ die Kontrolle hat, ist dieser Mensch zuckerkrank. Das können Tage wie auch mehrere Wochen oder Monate sein. Und in dem Zeitraum, in dem dann die „Teil-Persönlichkeit B“ aktiv ist, ist der gleiche Mensch gesund und beschwerdefrei.

Innerhalb weniger Stunden sind die Blutwerte die eines Gesunden.

Gleiche Beobachtungen werden mit Asthma, mit Schuppenflechte sowie mit vielen weiteren Erkrankungen gemacht. 

Hierzu lassen sich in der entsprechenden (psychiatrischen) Fachliteratur viele dokumentierte Fallbeispiele finden. Bisher zeigt sich aber die medizinisch-wissenschaftliche Forschung leider kaum daran interessiert, solche Phänomene einmal aufzugreifen und genauer zu untersuchen. 

Nun, was also könnte in diesem Beispiel der wirkliche Grund sein, die tiefer liegende Ursache für den vorliegenden Diabetes mellitus? Haben wir es tatsächlich mit einer rein organischen Erkrankung zu tun, die sich auf rätselhafte Weise einmal präsentiert und dann wieder nicht - und die einzig mit Medikamenten behandelt werden kann?

Oder ist das vermeintlich „organische Versagen“ bei dieser Erkrankung einfach das Ergebnis von Gehirnaktivitäten, die einmal SO sind und einmal ANDERS, je nach „amtierender“ Teil-Persönlichkeit? Von Gehirnaktivitäten also, die das betroffene Organ einmal mehr und einmal weniger optimal „ansteuern“? 

Um es noch einmal deutlich zu machen: Es handelt sich in diesem Beispiel um die Bauchspeicheldrüse von EIN und DERSELBEN Person mit EINEM Gehirn, die aber in Abhängigkeit von den gerade in diesem Gehirn aktiven Mustern entweder funktioniert, oder eben nicht. Wenn es sich hier also um eine „rein organische“ Erkrankung handeln würde, dann müsste diese durchgehend vorhanden sein. Vielleicht phasenweise mehr oder weniger schwer. Der ganz direkte Zusammenhang zwischen den gerade aktiven neuronalen Mustern im Gehirn und einer Organfunktion liegt auf der Hand. Das Organ verhält sich immer entsprechend den Informationen, die es aus dem Gehirn erhält. Es funktioniert korrekt, oder eben nicht. Im heutigen Informationszeitalter sollte daran eigentlich kein Zweifel mehr bestehen.   

Was können nun die Gründe dafür sein, dass unser Gehirn bestimmte Teile unseres Körpers, bestimmte Organe oder unseren Stoffwechsel manchmal eben nicht oder nicht mehr optimal steuert?
Die Antwort hierauf ist nicht nur für MPS-Patienten interessant, sondern für jeden Menschen mit körperlichen oder psychischen Problemen. 

Die optimale Funktion unseres Gehirns und damit seine Fähigkeit, alle Körperprozesse optimal zu steuern hängt ganz wesentlich ab von den Milliarden Verknüpfungen im neuronalen Netzwerk. Kommt es hier einem Ungleichgewicht, kann das Auswirkungen haben bis hin auf die körperliche Ebene. Die verschiedensten Erkrankungen können Folge davon sein. Zu einem solchen neuronalen Ungleichgewicht kann es bei jedem Menschen kommen. Da genügt ein stressiges Ereignis, vielleicht eine persönliche Enttäuschung, ein Trauerfall oder eine Trennung, möglicherweise ein Jobverlust. Manchmal sind es aber auch traumatische Lebenssituationen, die wir „gut“ verdrängt haben, anstatt sie nachhaltig zu bearbeiten. 

Mit einer ganz speziell darauf ausgerichteten Therapieform wie der Synergetik lässt sich sehr genau aufdecken, wann und wie ein Ungleichgewicht in den neuronalen Verknüpfungen unseres Gehirns entstanden ist. Und es lässt sich ebenso herausfinden, ob dies die Ursache ist, für eine bestehende körperliche oder psychische Erkrankung.

Vor allem aber haben Betroffene mit dieser Methode die Möglichkeit, solche neuronalen „Fehlverknüpfungen“ bei sich selbst aufzulösen und ein neues Gleichgewicht in ihrer neuronalen Landschaft entstehen zu lassen. Oder anders ausgedrückt, jeder Mensch kann die bei sich vorhandenen und die eigene Gesundheit behindernden Muster auflösen, kann seine Krankheitssymptome im wahrsten Sinne des Wortes überflüssig machen.   
 

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Aufbauend auf der Synergetischen Sichtweise haben Ingrid Denk und Peter Scharf ihr Neuronal-Balance-Konzept entwickelt, welches zur bewährten Synergetik (Profiling und Therapie) auch spezielle Techniken aufdeckender Hypnose (Hypnosomatik) sowie synergetische (freilaufende) Aufstellungsarbeit in die Therapiearbeit integriert.

Natürlich bietet dieses Konzept auch MPS-Betroffenen eine einzigartige Möglichkeit, ihre einmal entstandenen Teilpersönlichkeiten genauer kennen zu lernen, sie einander näher zu bringen, ihre innere Spaltung zu überwinden und zu einer einzigen starken Gesamtpersönlichkeit zu wachsen.

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Wie das therapeutische Bearbeiten multipler Persönlichkeitsanteile einer erblindeten Frau das Augenlicht wiederbrachte lesen Sie hier:
Weshalb eine blinde Frau sehen kann.
 

 

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