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Dr. John Pierrakos war Schüler und Mitarbeiter von Wilhelm Reich.
Er ist mit Dr. Alexander Lowen Mitbegründer der Bioenergetik.
Die Annahmen, von denen die Bioenergetik ausgeht, sind folgende:
Alle Erfahrungen, auch die unverarbeiteten traumatischen Erlebnisse sind im Körper abgespeichert. Jede einzelne Zelle trägt die Erfahrungen aus allen Leben in sich, wobei verschiedene Muskelgruppen jeweils Erfahrungen
besonderer Art speichern (z.B. linke Schulter = Trauer, Schmerz, rechte Schulter =
Aggression).
Die den jeweiligen Erfahrungen entsprechenden inneren Bilder, Gefühle und Kernsätze (z.B. „Ich kann nicht mehr“) können ins
Bewusstsein gelangen, wenn die Informationen, z.B. über über bioenergetische Übungen, aus den Zellen abgerufen werden.
Indem vom Klienten in der Übung eine traumatische Situation auf körperlicher und psychischer Ebene nachgefühlt und über die Stimme verbalisiert wird, wird die Situation
bewusst wahrgenommen, die verdrängten Gefühle werden gefühlt. In diesem
Prozess können Verhaltensmuster und Zwänge transformiert werden, die auf unverarbeitete Situationen zurückgehen. Sie verlieren ihren lebensblockierenden Charakter, die gebundene Energie wird frei.
In der Methode der Bioenergetik werden bestimmte Körperstellungen eingenommen, um die Energie in bestimmten Muskelgruppen durch die andauernde Kontraktion zu erhöhen. Wichtig ist. die jeweilige Position unverändert zu halten, bis der
Prozess in Bewegung ist.
Zittern und Vibrieren oder ein heißes Gefühl, wenn sich die Anspannung in einem Muskel löst, zeigen,
dass die Energie sich ihren Weg in Richtung des freien Flusses
bahnt.
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Bioenergetische
Übungen sind Türöffner für synergetische Prozesse. Diese
wirken immer auf den Körper zurück und können wiederum
durch bioenergetische Positionen verstärkt werden.
Synergetische Prozesse verlaufen nicht nur in
Tiefenentspannung, sondern können auch aus bioenergetischen
Übungen heraus starten.
Sie zeigen bei bestimmten Krankheiten die Eindringtiefe der
schon geleisteten Auflösungsarbeit an der zu
transformierenden Struktur. Die innere oder körperliche
Wirklichkeit wird als Bewertungskriterium sichtbar. Körperliche
Traumata, abgespeicherte Schocks usw. können schneller
direkt angesprochen werden und somit können gezielte
synergetische Prozesse in Gang gesetzt werden. |